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Mitgliederinformation 2026 KW5
Unterstützung ist unterwegs in die Ukraine. Am Donnerstag konnten wir einen Baggerlader auf den Weg nach Baryschiwka schicken. Die GIZ, Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, unterstützt schon seit 2022 im Projekt „Verbesserung des Bevölkerungsschutz und Wiederaufbau in kommunalen Partnerschaften mit der Ukraine“. Seit dieser Zeit darf Pullach jeweils ein Beschaffungspaket nach Absprache mit den Verantwortlichen in Baryschiwka und Berezan beantragen. Da in den letzten Jahren viele neue Partnerschaften zwischen deutschen und ukrainischen Kommunen geschlossen wurden, darf Pullach nur den Bedarf einer Partnerstadt melden. Aber im November bekamen wir die Nachricht, dass aus Restmitteln ein zweites Projekt verwirklicht werden kann. So bekommt Berezan einen Minibus mit sechs Rollstuhlplätzen und Auffahrrampe. Den Bus erwarten wir Ende Februar.
Die Aufgabe für Pullach ist den Transfer in die Ukraine mit den entsprechenden Zollformalitäten und Papiere. Letztes Jahr bekamen wir je eine Photovoltaikanlage übergeben, die wir zur Übernahme in die Partnerstädte Baryschiwka und Berezan gebracht haben. Die Anlage wurde in Berezan auf das Dach des Krankenhauses gebaut, in Baryschiwka werden die Solarplatten auf eine frisch sanierte Schule gebaut. Sie soll Energie für eine große Schulkantine einspeisen, dass ein warmes Mittagessen für 1200 Schüler gekocht werden können.
Baryschiwka hat im Sommer den Baggerlader gewählt für die Erneuerung der alten Wasserleitungen im Gemeindegebiet. Das Baugerät kann Erdbewegungen und Reparaturen in der Höhe, wie Stromleitungen ausführen. Durch die langandauernde Eiseskälte und Energieabschaltungen werden große Schäden bei Wasser-, Abwasserleitungen und Stromnetz passieren, da gibt es sofort viel Arbeit für das Gerät.
Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir die große Maschine transportieren werden und wir haben beim Manager einer großen Agrarfirma auf dem Gemeindegebiet von Baryschiwka um Unterstützung bei der Suche einer entsprechenden Spedition gebeten. Und wir konnten uns mit der Stadt Ravensburg zusammentun, die vor zwei Jahren eine Solidarpartnerschaft mit der Stadt Zymna Voda in der Region Lviv geschlossen hat. Der Baggerlader wird auf dem Weg ausgeladen, bevor es weitergeht nach Baryschiwka. Wir haben gemeinsam mit Ravensburg den direkten Transport vom Auslieferer in Köln in die Ukraine geplant um Zeit und Aufwand zu sparen. Es war herausfordernd die Abwicklung und alle notwendigen Anmeldungen und Papiere für den Zoll koordiniert vorzubereiten. Der Auslieferer hat unseren Plan unterstützt und kräftig mitgeholfen. Wir sagen Danke an alle, die das Projekt möglich gemacht haben.
Die Situation in der Ukraine ist fürchterlich. Unter der Eiseskälte und der Energieknappheit leiden die Menschen. Die Heizungen funktionieren nicht. Wenn nur ein paar Stunden Strom eingespeist wird und dann 20 Stunden nicht, wird keine Heizung warm. Es ist auch ein hygienisches Problem, wenn die Wasser- und Abwasserversorgung für längere Zeit nicht funktioniert.
Eine Entlastung wäre, wenn die Schulen mit Notstromgeneratoren ausgestattet sind, dass die Heizungen in den Schulen funktionieren. Dann könnten die Kinder die Zeit tagsüber in warmen Schutzkellern und Schulräumen verbringen. Eine Hilfe sind tatsächlich die Fleecedecken, die der Partnerschaftenverein von der Regine Sixt Stiftung bekommt. Auch die wärmen und helfen, die Zeit zu überstehen.
Bitte helfen Sie den Menschen in der Ukraine, unseren Freunden in Baryschiwka und Berezan. Wir wollen noch einmal Notstromaggregate kaufen und in die Ukraine bringen.
Jede Spende hilft:
Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg
IBAN DE37 7025 0150 0009 6263 42
BIC BYLADEM1KMS
Vielen Dank!
Otto Horak
Mitgliederinformation 2026 KW4
Kälte und Eis macht den Bewohnern in Baryschiwka und Berezan sehr zu schaffen. Glücklich ist, wer noch eine altmodische Heizung hat, wer noch mit Holz und anderen festen Brennstoffen heizen kann. Glücklich ist, wer noch mit Gas kochen kann. Glücklich ist, wer ein Heizsystem im Haus verbaut hat, das keinen Strom braucht.
Aber das sind die wenigsten Haushalte. In den großen Wohnhäusern gibt es Zentralheizungen. Das bedeutet bei Stromabschaltungen funktioniert keine Heizung, kein Wasser, kein Abwasser. Wenn dann nach ungefähr 20 Stunden für wenige Stunden der Strom wieder angeschaltet wird, beginnen die Leute zu waschen, es wird gekocht, alle Geräte werden geladen, und die Heizungen laufen wieder an. Das Wasser ist jedoch so ausgekühlt, dass es lange dauert bis die Heizungen in den Wohnungen warm werden. Da alle Haushalte so viele Verbraucher anschließen, bricht immer wieder die Stromversorgung zusammen. Aber was tun, man muss kochen und waschen, egal welche Tages- oder Nachtzeit, weil hinterher gibt es lange mindestens 20 Stunden wieder keine Energie.
Da helfen Decken, es ist etwas gegen die Eiseskälte von minus 20 Grad. Die Regine Sixt Kinderhilfe Stiftung gibt 380 Fleece Decken. Alles hilft und unser Plan ist, diese Decken möglichst schnell zu unseren Partnern zu bringen. Vielen Dank dafür!
In dieser Woche organisieren wir den Transport eines großen Baggerladers nach Baryschiwka. Die GIZ, Gesellschaft für internationale Beziehungen hat im Rahmen des Projekts „Verbesserung des Bevölkerungsschutzes und Wiederaufbau in kommunalen Partnerschaften mit der Ukraine“ den Baggerlader besorgt im Wert von über 70.000 €. Der Partnerschaftenverein hat sich mit der Stadt Ravensburg abgestimmt, die eine Partnerstadt Zymna Voda im Region Lviv haben. Zwei dieser Fahrzeuge können auf einem Tieflader transportiert werden. So teilen wir uns die Transportkosten. Bei der Suche nach einem Spediteur hat uns ein befreundeter Manager einer Agrarfirma in der Nähe von Baryschiwka, geholfen. Wir sind dabei, die aufwändigen Papiere zu erstellen, bevor es am Donnerstag losgehen kann.
Baryschiwka erwartet den Baggerlader. Er wird sofort in den Einsatz gehen um Wasser und Abwasserleitungen zu reparieren.
In der Ukraine haben die Schulkinder bis 1. Februar wegen der Kälte schulfrei. In viele Schulen sind die Räume kalt, 0 Grad, auch die Schutzkeller. Die Notstromaggregate, die schon viele Betriebsstunden gelaufen sind, sind für den Dauerbetrieb nicht geeignet, beziehungsweise reparaturbedürftig. Wenn die Kinder tagsüber in warme Räume gehen könnten, und die Zimmer vielleicht nach Schulschluss noch für die frierende Bevölkerung geöffnet würden, wäre das eine Erleichterung für die frierenden Leute. Wir sind gemeinsam mit der Gemeinde am überlegen, wie wir helfen können mit Notstromaggregaten.
Bitte helfen Sie uns mit einer Spende. So können wir dringend gebrauchte Notstromaggregate kaufen und sofort zu unseren Freunden bringen.
Otto Horak
Mitgliederinformation 2026 KW3
Hilfe wird mehr gebraucht in der Ukraine, denn je. Die Stromversorgung ist nicht mehr gewährleistet. Manchmal gibt es keinen Strom in 24 Stunden in Baryschiwka und Berezan, manchmal einige wenige Stunden. Die 2024 und 2025 von der Gemeinde Pullach angeschafften und gelieferten Notstromaggregate sind immer im Einsatz. Aber auch Diesel Nachschub muss organisiert werden.
Wir haben die Information von einer Schule außerhalb des Stadtgebiets von Baryschiwka, dass das Notstromaggregat, das 2023 angeschafft wurde, seinen Geist aufgegeben hat. Die Reparatur dauert an und es ist unsicher, ob und wann es wieder in den Einsatz gehen kann. Das bedeutet, das Gebäude, in dem die Kinder unterrichtet werden und die Lehrer arbeiten ist ungefähr 10 Grad oder weniger warm. Es ist sehr kalt in der Ukraine und es ist davon auszugehen, dass durch gefrorene Leitungen Schäden im Wasser – und Heizungssystem absehbar sind. In Baryschiwka und Berezan können sich die Haushalte oft mit Brennöfen helfen, aber Licht und Energie für das Haus steht nicht zur Verfügung.
Vladymyr Klitschko, der Bürgermeister von Kyjw fordert die Bewohner auf, die Stadt momentan zu verlassen, da die Einrichtungen der Energieversorgung schwer getroffen wurden und die Wiederherstellung auf absehbare Zeit nicht garantiert werden kann. Jeder, der kann, soll sich für eine Zeit eine Wohnalternative suchen.
Der Krieg zerstört immer mehr das Lebensumfeld der Menschen. Die Bedrohung durch massiven Beschuss von Drohnen und anderen Flugkörpern nimmt zu auf ein Ausmaß, das vorher undenkbar war. Jede Nacht kommen hunderte von Flugkörpern auf meist zivile Ziele. Die Menschen sind müde, verlieren langsam den Mut, immer Angst, nie Sicherheit, ein Leben mit ständigen Gefahren und Einschränkungen.
Der Partnerschaftenverein ist ständig in Kontakt mit Männern aus unseren Partnerstädten, die seit fast vier Jahren im Krieg sind. Sie waren an verschiedenen Positionen an der Frontlinie im Einsatz. Sie haben viel erlebt, viel gesehen, mussten sich verteidigen, mussten kämpfen. Eine solche Belastung für so eine lange Zeit gehen nicht einfach vorbei, körperliche und psychische Folgen sind deutlich erkennbar. Aber die Männer müssen weitermachen, sie glauben an ihr Land und sehen keine Alternative. Sie wenden sich an den Partnerschaftenverein und bitten um drei tragbare Ladestationen. Benzingeneratoren können über Drohnen mit Wärmebildkameras vom Feind geordet und angegriffen werden.
Was tun, die Not ist groß! Der Partnerschaftenverein hätte nie gedacht sich mit solchen Themen beschäftigen zu müssen.
Zum vierten Jahrestag des Kriegsbeginns am 24. Februar 2022 planen wir ein Gedenken beim „Innehalten für den Frieden“ am 1. März 2026 um 17 Uhr am Baryschiwka Platz in Pullach. Die Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund, Konsul Roman Buhlak vom Generalkonsulat in München, Herr Pfarrer Fluck und ein Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde haben ihr Kommen zugesagt.
Setzen Sie ein Zeichen, sind Sie solidarisch mit unseren Freunden in der Ukraine und kommen Sie zur Veranstaltung.
Otto Horak
Mitgliederinformation 2026 KW2
2026
hat begonnen und es geht weiter. Der Krieg dauert schon fast vier Jahre und nimmt immer neue fürchterliche Dimensionen an. Immer noch mehr Drohnen und Flugkörper werden aus Russland in Richtung Ukraine abgeschossen. Sehr viele sind hauptsächlich in der Nacht auf Kyjw gerichtet und fliegen über das Gebiet von Baryschiwka und Berezan. Die Luftabwehr ist aktiv, das ist laut, bedrohlich und die Reste der abgefangenen Flugkörper fallen auf die Erde.
Da sind die Aussagen einer Jugendlichen, die mit ihrer Familie im Frühjahr aus Berezan nach Pullach geflüchtet ist, verständlich. Sie war mit ihrer Familie an Sylvester um Mitternacht am Baryschiwka Platz. Der Partnerschaftenverein hat eingeladen um gemeinsam mit den ukrainischen Pullacherinnen und Freunden aufs neue Jahr anzustoßen. Auf der Straße in der Nähe haben Leute laute Böller abgeschossen, zum Erschrecken, schwierig für die Personen, die den Krieg erleben müssen. Das Mädchen kommt mit einem Glas Orangensaft, wünscht ein gutes neues Jahr und bedankt sich, dass sie da sein darf, es ist gut hier. Sie schaut in den Himmel mit den bunten Lichtern der Raketen. Sie hofft, dass sie mit ihrer Mutter und Geschwistern bald wieder zurückkehren kann nach Hause in die Ukraine.
Es gibt noch offene Projekte von 2025. Wir durften bei der Gesellschaft für internationale Beziehungen, GIZ, die Unterstützungsprojekte für das Bundesministeriums für internationale Beziehungen und Entwicklung organisiert, zwei Pakete beantragen. Baryschiwka braucht einen Radlader, der zum Straßenbau, für Erdbewegungen und vielen anderen Funktionen nützliche Dienste tut. Die Aufgabe der Gemeinde Pullach ist der Transfer mit den notwendigen Formalitäten zu den Partnern zu organisieren. Der Transport geht mit einem Schwertransporter, der zwei dieser Fahrzeuge transportieren kann. Wir planen gemeinsam mit der Stadt Ravensburg, die die Partnerstadt Zymna Volda in der Nähe von Lviv unterstützt, den Transfer durchzuführen. Dazu statten wir die Fahrzeuge mit den notwendigen Zollpapieren aus und kann gleich vom Auslieferer in der Nähe von Köln losgehen. Im Februar soll die Aktion laufen.
Für Berezan bekommen wir einen Mercedes Minibus mit mechanischer Auffahrrampe zum Transport von 9 Personen oder 4 bis 6 Rollstuhlplätze. Das Fahrzeug erwarten wir in Pullach Anfang Februar. Nach Absprache mit der Bürgermeisterin Frau Tausendfreund ist es die Gelegenheit den neuen Bürgermeister von Berezan Serhii Hura nach Pullach einzuladen. Der bisherige Leiter, Oleh Sywak ist zurückgetreten und übernimmt eine Aufgabe in einer höheren Behörde.
Auch möchte ich informieren, dass der Hilfstransport, der am 22. Dezember die zwei leistungsstarken Generatoren mit anderen Gütern vier Tage später bereits in Baryschiwka abgeladen wurde, gut angekommen ist. Die Generatoren werden dringend benötigt, die Energielage ist sehr schlecht. Es gibt nur wenige Stunden am Tag Strom, manchmal nur 2, oder auch einmal keine, in 24 Stunden.
Wir in Pullach machen weiter, was in unseren Möglichkeiten steht. Wir unterstützen unsere Partnergemeinden in der Ukraine, aber auch die aufgenommenen Personen, die in Pullach wohnen.
Zum vierten Jahrestag des Kriegsbeginns am 24. Februar 2022 planen wir ein Gedenken beim „Innehalten für den Frieden“ am 1. März 2026 um 17 Uhr am Baryschiwka Platz in Pullach. Kommen Sie und setzen ein Zeichen und sind solidarisch mit unseren Freunden in der Ukraine.
Wir alle hoffen, dass 2026 Frieden bringen wird für die Ukraine, für die Welt.
Otto Horak
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Vertragsunterzeichnung1990
Der Rat der Gemeinde Pullach im Isartal fasste am 30. Januar 1990 einen weitreichenden Beschluss: Er beauftragte die Verwaltung, mit entsprechenden Stellen vorbereitende Gespräche zur Aufnahme einer Partnerschaft mit einer sowjetischen Kommune zu führen. Diese Gespräche führte der damalige Bürgermeister Ludwig Weber, zusammen mit einer interfraktionellen Delegation des Gemeinderats. Die Gespräche führten dazu, dass bereits am 26. Oktober des gleichen Jahres mit einem Festakt im Pullacher Rathaus ein Freundschaftsvertrag mit dem Rayon (Landkreis) Baryschiwka, etwa 70 km östlich von Kiew gelegen, unterzeichnet werden konnte.
