Unterstützung ist unterwegs in die Ukraine. Am Donnerstag konnten wir einen Baggerlader auf den Weg nach Baryschiwka schicken. Die GIZ, Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, unterstützt schon seit 2022 im Projekt „Verbesserung des Bevölkerungsschutz und Wiederaufbau in kommunalen Partnerschaften mit der Ukraine“. Seit dieser Zeit darf Pullach jeweils ein Beschaffungspaket nach Absprache mit den Verantwortlichen in Baryschiwka und Berezan beantragen. Da in den letzten Jahren viele neue Partnerschaften zwischen deutschen und ukrainischen Kommunen geschlossen wurden, darf Pullach nur den Bedarf einer Partnerstadt melden. Aber im November bekamen wir die Nachricht, dass aus Restmitteln ein zweites Projekt verwirklicht werden kann. So bekommt Berezan einen Minibus mit sechs Rollstuhlplätzen und Auffahrrampe. Den Bus erwarten wir Ende Februar.
Die Aufgabe für Pullach ist den Transfer in die Ukraine mit den entsprechenden Zollformalitäten und Papiere. Letztes Jahr bekamen wir je eine Photovoltaikanlage übergeben, die wir zur Übernahme in die Partnerstädte Baryschiwka und Berezan gebracht haben. Die Anlage wurde in Berezan auf das Dach des Krankenhauses gebaut, in Baryschiwka werden die Solarplatten auf eine frisch sanierte Schule gebaut. Sie soll Energie für eine große Schulkantine einspeisen, dass ein warmes Mittagessen für 1200 Schüler gekocht werden können.
Baryschiwka hat im Sommer den Baggerlader gewählt für die Erneuerung der alten Wasserleitungen im Gemeindegebiet. Das Baugerät kann Erdbewegungen und Reparaturen in der Höhe, wie Stromleitungen ausführen. Durch die langandauernde Eiseskälte und Energieabschaltungen werden große Schäden bei Wasser-, Abwasserleitungen und Stromnetz passieren, da gibt es sofort viel Arbeit für das Gerät.
Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir die große Maschine transportieren werden und wir haben beim Manager einer großen Agrarfirma auf dem Gemeindegebiet von Baryschiwka um Unterstützung bei der Suche einer entsprechenden Spedition gebeten. Und wir konnten uns mit der Stadt Ravensburg zusammentun, die vor zwei Jahren eine Solidarpartnerschaft mit der Stadt Zymna Voda in der Region Lviv geschlossen hat. Der Baggerlader wird auf dem Weg ausgeladen, bevor es weitergeht nach Baryschiwka. Wir haben gemeinsam mit Ravensburg den direkten Transport vom Auslieferer in Köln in die Ukraine geplant um Zeit und Aufwand zu sparen. Es war herausfordernd die Abwicklung und alle notwendigen Anmeldungen und Papiere für den Zoll koordiniert vorzubereiten. Der Auslieferer hat unseren Plan unterstützt und kräftig mitgeholfen. Wir sagen Danke an alle, die das Projekt möglich gemacht haben.
Die Situation in der Ukraine ist fürchterlich. Unter der Eiseskälte und der Energieknappheit leiden die Menschen. Die Heizungen funktionieren nicht. Wenn nur ein paar Stunden Strom eingespeist wird und dann 20 Stunden nicht, wird keine Heizung warm. Es ist auch ein hygienisches Problem, wenn die Wasser- und Abwasserversorgung für längere Zeit nicht funktioniert.
Eine Entlastung wäre, wenn die Schulen mit Notstromgeneratoren ausgestattet sind, dass die Heizungen in den Schulen funktionieren. Dann könnten die Kinder die Zeit tagsüber in warmen Schutzkellern und Schulräumen verbringen. Eine Hilfe sind tatsächlich die Fleecedecken, die der Partnerschaftenverein von der Regine Sixt Stiftung bekommt. Auch die wärmen und helfen, die Zeit zu überstehen.
Bitte helfen Sie den Menschen in der Ukraine, unseren Freunden in Baryschiwka und Berezan. Wir wollen noch einmal Notstromaggregate kaufen und in die Ukraine bringen.
Jede Spende hilft:
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Vielen Dank!
Otto Horak