2026
hat begonnen und es geht weiter. Der Krieg dauert schon fast vier Jahre und nimmt immer neue fürchterliche Dimensionen an. Immer noch mehr Drohnen und Flugkörper werden aus Russland in Richtung Ukraine abgeschossen. Sehr viele sind hauptsächlich in der Nacht auf Kyjw gerichtet und fliegen über das Gebiet von Baryschiwka und Berezan. Die Luftabwehr ist aktiv, das ist laut, bedrohlich und die Reste der abgefangenen Flugkörper fallen auf die Erde.
Da sind die Aussagen einer Jugendlichen, die mit ihrer Familie im Frühjahr aus Berezan nach Pullach geflüchtet ist, verständlich. Sie war mit ihrer Familie an Sylvester um Mitternacht am Baryschiwka Platz. Der Partnerschaftenverein hat eingeladen um gemeinsam mit den ukrainischen Pullacherinnen und Freunden aufs neue Jahr anzustoßen. Auf der Straße in der Nähe haben Leute laute Böller abgeschossen, zum Erschrecken, schwierig für die Personen, die den Krieg erleben müssen. Das Mädchen kommt mit einem Glas Orangensaft, wünscht ein gutes neues Jahr und bedankt sich, dass sie da sein darf, es ist gut hier. Sie schaut in den Himmel mit den bunten Lichtern der Raketen. Sie hofft, dass sie mit ihrer Mutter und Geschwistern bald wieder zurückkehren kann nach Hause in die Ukraine.
Es gibt noch offene Projekte von 2025. Wir durften bei der Gesellschaft für internationale Beziehungen, GIZ, die Unterstützungsprojekte für das Bundesministeriums für internationale Beziehungen und Entwicklung organisiert, zwei Pakete beantragen. Baryschiwka braucht einen Radlader, der zum Straßenbau, für Erdbewegungen und vielen anderen Funktionen nützliche Dienste tut. Die Aufgabe der Gemeinde Pullach ist der Transfer mit den notwendigen Formalitäten zu den Partnern zu organisieren. Der Transport geht mit einem Schwertransporter, der zwei dieser Fahrzeuge transportieren kann. Wir planen gemeinsam mit der Stadt Ravensburg, die die Partnerstadt Zymna Volda in der Nähe von Lviv unterstützt, den Transfer durchzuführen. Dazu statten wir die Fahrzeuge mit den notwendigen Zollpapieren aus und kann gleich vom Auslieferer in der Nähe von Köln losgehen. Im Februar soll die Aktion laufen.
Für Berezan bekommen wir einen Mercedes Minibus mit mechanischer Auffahrrampe zum Transport von 9 Personen oder 4 bis 6 Rollstuhlplätze. Das Fahrzeug erwarten wir in Pullach Anfang Februar. Nach Absprache mit der Bürgermeisterin Frau Tausendfreund ist es die Gelegenheit den neuen Bürgermeister von Berezan Serhii Hura nach Pullach einzuladen. Der bisherige Leiter, Oleh Sywak ist zurückgetreten und übernimmt eine Aufgabe in einer höheren Behörde.
Auch möchte ich informieren, dass der Hilfstransport, der am 22. Dezember die zwei leistungsstarken Generatoren mit anderen Gütern vier Tage später bereits in Baryschiwka abgeladen wurde, gut angekommen ist. Die Generatoren werden dringend benötigt, die Energielage ist sehr schlecht. Es gibt nur wenige Stunden am Tag Strom, manchmal nur 2, oder auch einmal keine, in 24 Stunden.
Wir in Pullach machen weiter, was in unseren Möglichkeiten steht. Wir unterstützen unsere Partnergemeinden in der Ukraine, aber auch die aufgenommenen Personen, die in Pullach wohnen.
Zum vierten Jahrestag des Kriegsbeginns am 24. Februar 2022 planen wir ein Gedenken beim „Innehalten für den Frieden“ am 1. März 2026 um 17 Uhr am Baryschiwka Platz in Pullach. Kommen Sie und setzen ein Zeichen und sind solidarisch mit unseren Freunden in der Ukraine.
Wir alle hoffen, dass 2026 Frieden bringen wird für die Ukraine, für die Welt.
Otto Horak