Hilfe wird mehr gebraucht in der Ukraine, denn je. Die Stromversorgung ist nicht mehr gewährleistet. Manchmal gibt es keinen Strom in 24 Stunden in Baryschiwka und Berezan, manchmal einige wenige Stunden. Die 2024 und 2025 von der Gemeinde Pullach angeschafften und gelieferten Notstromaggregate sind immer im Einsatz. Aber auch Diesel Nachschub muss organisiert werden.

Wir haben die Information von einer Schule außerhalb des Stadtgebiets von Baryschiwka, dass das Notstromaggregat, das 2023 angeschafft wurde, seinen Geist aufgegeben hat. Die Reparatur dauert an und es ist unsicher, ob und wann es wieder in den Einsatz gehen kann. Das bedeutet, das Gebäude, in dem die Kinder unterrichtet werden und die Lehrer arbeiten ist ungefähr 10 Grad oder weniger warm. Es ist sehr kalt in der Ukraine und es ist davon auszugehen, dass durch gefrorene Leitungen Schäden im Wasser – und Heizungssystem absehbar sind. In Baryschiwka und Berezan können sich die Haushalte oft mit Brennöfen helfen, aber Licht und Energie für das Haus steht nicht zur Verfügung.

Vladymyr Klitschko, der Bürgermeister von Kyjw fordert die Bewohner auf, die Stadt momentan zu verlassen, da die Einrichtungen der Energieversorgung schwer getroffen wurden und die Wiederherstellung auf absehbare Zeit nicht garantiert werden kann. Jeder, der kann, soll sich für eine Zeit eine Wohnalternative suchen.

Der Krieg zerstört immer mehr das Lebensumfeld der Menschen. Die Bedrohung durch massiven Beschuss von Drohnen und anderen Flugkörpern nimmt zu auf ein Ausmaß, das vorher undenkbar war. Jede Nacht kommen hunderte von Flugkörpern auf meist zivile Ziele. Die Menschen sind müde, verlieren langsam den Mut, immer Angst, nie Sicherheit, ein Leben mit ständigen Gefahren und Einschränkungen.

Der Partnerschaftenverein ist ständig in Kontakt mit Männern aus unseren Partnerstädten, die seit fast vier Jahren im Krieg sind. Sie waren an verschiedenen Positionen an der Frontlinie im Einsatz. Sie haben viel erlebt, viel gesehen, mussten sich verteidigen, mussten kämpfen. Eine solche Belastung für so eine lange Zeit gehen nicht einfach vorbei, körperliche und psychische Folgen sind deutlich erkennbar. Aber die Männer müssen weitermachen, sie glauben an ihr Land und sehen keine Alternative. Sie wenden sich an den Partnerschaftenverein und bitten um drei tragbare Ladestationen. Benzingeneratoren können über Drohnen mit Wärmebildkameras vom Feind geordet und angegriffen werden.

Was tun, die Not ist groß! Der Partnerschaftenverein hätte nie gedacht sich mit solchen Themen beschäftigen zu müssen.
Zum vierten Jahrestag des Kriegsbeginns am 24. Februar 2022 planen wir ein Gedenken beim „Innehalten für den Frieden“ am 1. März 2026 um 17 Uhr am Baryschiwka Platz in Pullach. Die Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund, Konsul Roman Buhlak vom Generalkonsulat in München, Herr Pfarrer Fluck und ein Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde haben ihr Kommen zugesagt.

Setzen Sie ein Zeichen, sind Sie solidarisch mit unseren Freunden in der Ukraine und kommen Sie zur Veranstaltung.
Otto Horak